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Über die Gründungszeit unserer Blaskapelle fehlen genaue Aufzeichnungen. Aus mündlichen Überlieferungen wissen wir jedoch, dass unsere Kapelle, wie auch viele andere rund um den Hesselberg in der Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs als Krieger-Reservisten-Kameradschaft und Blaskapelle ins Leben gerufen wurde. Gründungsvater war unter anderem Friedrich Burkhardt, der sich auch um die Beschaffung der benötigten Instrumente kümmerte. Doch trotz anfänglicher Mitgliedsprobleme wurde die Aufnahme in die Kapelle mit strengen Vorschriften in der Satzung von 1924 geregelt:

 

„Aufnahmefähig ist jeder Unbescholtene, der das 17. Lebensjahr zurückgelegt hat und nach einer monatlichen Probe über seine Musikkenntnisse Aufnahme findet.“

 

Der Begriff „Musikkenntnisse“ war jedoch äußerst weit gefasst, denn erst durch Unterstützung von Lehrer Mechs, Dinkelmeyer und Rück konnten die Musiker soweit ausgebildet werden, dass die Blaskapelle auch auftrittsfähig wurde. Um den Nachwuchs der Blaskapelle zu sichern, begann man schon damals mit der Ausbildung von Jungmusikern, die bis heute fortgeführt wird.

 

Eine Unterbrechung erfuhr unser Verein während des zweiten Weltkriegs, da nahezu alle Mitglieder zum Wehrdienst eingezogen wurden. Nach Kriegsende fand sich die Kapelle jedoch wieder neu zusammen und beschloss sich nunmehr der Pflege der Volksmusik zu widmen, was ihr bis heute am Herzen liegt. Der erste musikalische Einsatz nach diesem Wiederbeginn war 1949 bei der Gründung der Landjugendgruppe Frankenhofen. Seit diesem Auftritt war die Blaskapelle an unzähligen Festen in der näheren und weiteren Umgebung beteiligt.

In der Zeit, in der Karl Prechter die Leitung der Blaskapelle übernahm, entstand ein Repertoire aus Märschen, Polkas und Konzertstücken, welches auch heute noch ständig anwächst.

 

 

Karl Prechter

 

Ein besonderes Highlight im jährlichen Programm stellt nach wie vor das Konzert unter dem Christbaum dar. Das erste Mal erklangen die Töne der Blasmusik 1957 unter dem Weihnachtsbaum am Dorfplatz. Vor einigen Jahren ist aus dieser Tradition ein gemeinsames Musizieren mit dem Posaunenchor und dem Liederkranz geworden.

 

Seit der Gründung der Blaskapelle  Frankenhofen in Kombination mit der Krieger- und Reservistenkameradschaft hat sich einiges an der Vereinsstruktur geändert. Zuerst trennte sich die Blaskapelle 1972 von ihrem Bruderverband, dem Kriegerverein. 1976 trat sie schließlich dem Nordbayerischen Musikbund bei. Diese Beitrittsentscheidung brachte viele Vorteile, wie zum Beispiel Instrumentenzuschüsse, mit sich. Auch Dank dieser Neuerungen konnten wir 1982 das 60-jährige Bestehen unserer Blaskapelle mit dem Kreismusikfest unter der Organisation von Friedrich Wörrlein (sen.) gemeinsam feiern. 1997 begingen wir schließlich das 75-jährige Gründungsjubiläum und starteten dieses mit einem großen Konzert.

 

Stolz sind wir auf die Ehrenmitglieder in unserem Verein:

 

Ehrendirigent Karl Prechter V

Ehrenvorstand Friedrich Wörrlein (sen.)

Ehrenmitglied Willi Prechter V

Ehrenmitglied Willi Ellrodt V

Ehrenmitglied Willi Schwab

Ehrenmitglied Willi Beck

 

 

Ehrungen des Norbayerischen Musikbundes an

Karl Prechter (zweiter von links) und Friedrich Wörrlein (zweiter von rechts)

 

drei Ehrenmitglieder bei Ehrungen

links: Willi Prechter

zweiter von rechts: Friedrich Wörrlein (sen.)

rechts: Karl Prechter

 

 Wenn wir uns alle an diesen ein Beispiel nehmen, ist der Fortbestand unserer Blaskapelle auch in Zukunft gesichert.

 
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